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DieselsteuerDer Dieselantrieb bei Fahrzeugen hat mittlerweile von seinem Ruf als ideales und günstiges Fahrzeug für Menschen, die eine hohe jährliche Kilometerleistung aufbringen, eingebüßt. Ursache ist die von ihm ausgehende Rußpartikelemission, die in der aktuellen Feinstaubdebatte einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Auf dem Hintergrund dieser Debatte wurde die Dieselsteuer in Deutschland zum 01.04.2007 für Fahrzeuge ohne Rußpartikelfilter um 1,2 Euro je 100 ccm Hubraum erhöht. Für Autofahrer, die ihr Dieselfahrzeug im Zeitraum vom 01. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2007 mit einem Partikel nachrüsten lassen, zahlt der Staat einen Nachlass auf die Dieselsteuer in Höhe von 330 Euro. Die Überlegung, sein Fahrzeug nachzurüsten wird bei sicher jedem Fahrer eines Fahrzeuges mit Dieselantrieb in der letzten Zeit aktuell geworden sein. Neben den reinen Umweltaspekten, unter denen eine Nachrüstung auf jedem Fall sinnvoll erscheint, spielen aber auch die wirtschaftliche und technische Seite eine Rolle. So ist nicht für jedes Dieselfahrzeug eine Nachrüstung technisch möglich, insbesondere bei Fahrzeugen die älter als zehn Jahre sind. Aber auch bei jüngeren Fahrzeugen kommt es auf Grund der hohen Nachfrage an Dieselpartikelfiltern (DPF) zu Liefer- und Kapazitätengpässen. Aus wirtschaftlicher Sicht gilt, ein Nachrüsten mit einem Dieselpartikelfilter ist immer ein Kostenfaktor. Zwar wird durch den Steuernachlass ungefähr ein Drittel bis die Hälfte der Nachrüstkosten, dennoch bleiben Kosten zwischen 200 Euro und 600 Euro. Um diese durch die um 1,20 Euro je 100 ccm niedrigere Dieselsteuer zu amortisieren brauchen selbst 2,5 Liter Fahrzeuge mindestens 8 Jahre. Ob der Wiederverkaufswert eines mit Dieselpartikelfilter nachgerüsteten Fahrzeuges wirklich signifikant gegenüber den Fahrzeugen ohne einen DPF steigt bleibt abzuwarten. Den auch hier gilt, die Nachfrage bestimmt den Preis. Und ob die Nachfrage nach "filterlosen" Fahrzeugen wirklich sinken wird ist momentan unklar. |
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